Sie wollen einen Defibrillator kaufen - was sollten Sie dabei beachten?

Jede Minute zählt - besonders in schweren medizinischen Notfällen wie Kammerflimmern und Herz-Kreislaufstillstand. Defibrillatoren sind potenzielle Lebensretter, weswegen eine Anschaffung nicht nur sinnvoll, sondern - wortwörtlich - lebensrettend sein kann. Doch was sollte man beim Kauf eines Automatisierten Externen Defibirllators (AED) beachten? Welche Leistungsmerkmale müssen für jeden Anwendungsbereich mindestens vorhanden sein? Hier bekommen Sie alle wichtigen Antworten.

Defibrillator-Kauf: Was sollten Sie beachten?

Worauf sollte man beim Kauf eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) achten? In diesem Beitrag haben wir Ihnen die sieben wichtigsten Kriterien zusammengefasst, auf die Sie bei der Anschaffung eines für Sie passenden Geräts auf jeden Fall Wert legen sollten.
Gerne senden wir Ihnen eine zusammenfassende Checkliste zu - sprechen Sie uns einfach an.

1. Kindermodus

Das ist nichts Neues: So wie beispielsweise die Medikamentendosis für Kinder in der Regel geringer ist als die für Erwachsene, so ist es auch bei der benötigten Energie für die Defibrillation: Diese muss für Kinder geringer sein als für Erwachsene. Damit ein AED im Notfall für beide Personengruppen anwendbar ist und diese adäquat versorgt werden können, gibt es zwei Optionen:

  • Das Gerät verfügt über einen Kindermodus mit reduzierten Energieniveaus, der bei Verwendung von Kinderelektroden automatisch aktiviert wird
  • Das Gerät ist zusätzlich mit einer speziellen Kindertaste ausgestattet, die (unter Verwendung der Erwachsenenelektroden) die Aktivierung eines expliziten Kindermodus ermöglicht

 

2. Mehrsprachigkeit

Flughäfen, Stadien, öffentliche Einrichtungen: Wir wissen nicht, wer vor Ort sein wird, um Erste Hilfe zu leisten – und welche Sprache er bzw. sie spricht oder versteht. Damit Erste-Hilfe-Leistungen jederzeit best- und schnellstmöglich gewährleistet werden können, muss sichergestellt sein, dass die ersthelfende Person den AED in einer ihr bekannten Sprache bedienen kann. Der Defibrillator sollte daher seine Anweisungen in möglichst vielen verschiedenen Sprachen wiedergeben können.

PRIMEDIC AED mit Sprachauswahl

Die Auswahl der Sprache sollte im Notfall schnell und einfach erfolgen können

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3. Folgekosten

Was kostet ein Defibrillator initial und im weiteren Verlauf? Natürlich ist bei unserer Kaufentscheidung neben der Sicherheit auch der Preis ein entscheidender Faktor. Fatal dabei: Man konzentriert sich beim Kauf nur auf den reinen Anschaffungspreis – und übersieht dabei die Folgekosten. Auch im Bereich Defibrillatoren kann es passieren, dass ein vermeintlich günstiges Produkt gekauft wird – und die Verbrauchsmaterialien aber um einiges teurer sind, noch dazu weniger langlebig. Denken Sie daher bei der Anschaffung nicht zu kurzfristig, sondern rechnen Sie sich die Kosten für eine Produktlebensdauer von 10 bis 12 Jahren durch. Eine Beispielrechnung dazu finden Sie hier.

4. Selbsttests

Wie oft muss ein Defibrillator gewartet werden – und kann er sich eigentlich selbst testen? Ja, ein AED sollte regelmäßig einen Selbsttest durchführen und diesen im Gerät dokumentieren. So ist gewährleistet, dass er jederzeit sicher und zuverlässig zur Verfügung zu steht – für eine sofortige Einsatzbereitschaft im Notfall. Die Aussagekraft dieser Selbsttests ist umso höher, je häufiger und je umfangreicher diese erfolgen.

5. IP-Schutzklasse

Im Schwimmbad, auf dem Bau, oder auf Großveranstaltungen: Je nach Aufbewahrungs- und Anwendungsort Ihres AED ist es notwendig, dass Sie auch die Umgebungsbedingungen beachten. Bei Verwendung im Außenbereich können beispielsweise Feuchtigkeit und Staub Probleme verursachen. Aus diesem Grund sind die meisten Geräte entsprechend geschützt – und die sogenannte "IP Schutzklasse" gibt an, wie gut sie vor z. B. Feuchtigkeit und Staub gesichert sind. Für die Schutzklasse gilt allgemein: Je höher die erste Ziffer (Schutz gegen Fremdkörper) sowie die zweite Ziffer (Schutz gegen Feuchtigkeit) ist, desto besser der Gesamtschutz.
Zwei Beispiele:

  • Eine Schutzklasse "IP 21" bedeutet lediglich: "Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 12,5 mm sowie Schutz gegen Tropfwasser".
  • Die Schutzklasse "IP 55" hingegen bedeutet: "Geschützt gegen Staub in schädigender Menge sowie gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel" – und bietet daher einen erheblich besseren Schutz als die Klasse "IP 21".

6. Statusanzeige

Ein Defibrillator muss immer einsatzbereit sein – wie kann dies geprüft werden? In der Regel verfügt ein AED über eine Statusanzeige, anhand der zu sehen ist, ob das Gerät einsatzbereit ist. Diese Statusanzeige sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Differenzierte Anzeigeleistung: Ist dies nicht der Fall, wird z. B. nur angezeigt, ob das Gerät einsatzbereit ist oder nicht. Dies macht im Fehlerfall eine Behebung der Störung für den Betreiber oftmals unmöglich, da die Fehlerursache nicht bekannt ist
  • Keine Abhängigkeit von der Batteriekapazität: Wäre dies der Fall, kann es passieren, dass die Statusanzeige bei leerer Batterie nichts mehr anzeigt. Das Worst Case Szenario liegt auf der Hand: Der AED kann die ausgeschöpfte Batteriekapazität nicht anzeigen oder den Betreiber warnen – und wäre im Notfall nicht einsatzbereit

PRIMEDIC AED mit Statusanzeige

So sollte die Statusanzeige aussehen

7. Energiemenge

Wie viel Energie ist für die Defibrillation erforderlich? In der Regel erfolgt der erste Schock mit einer moderaten Energiemenge. Führt diese nicht zum Erfolg, sollten die Energieniveaus der nachfolgenden Schock gesteigert werden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (ERC) hat hierfür Richtlinien herausgegeben: Demnach soll der erste Schock bei biphasischen Impulsformen mit einer Energie von mindestens 150 Joule abgegeben werden, der zweite und folgende Schocks mit 150–360 Joule.

Kurzum: Ein AED sollte also in der Lage sein, biphasische Energien bis 360 Joule abzugeben, um genügend Leistungsreserven für Folge-Defibrillationen mit höheren Energien zur Verfügung zu stellen – so wie beispielsweise alle Geräte der PRIMEDIC HeartSave-Reihe.

Checkliste

1. Kindermodus

  • Ist der AED auch für die Anwendung an Kindern zugelassen?
  • Verfügt der AED über einen separaten Kindermodus mit reduzierten Energiestufen?
  • Ist der AED mit einer speziellen Kindertaste ausgerüstet?

2. Mehrsprachigkeit

  • Verfügt der AED über Anweisungen in verschiedenen Sprachen?
  • Kann der Anwender die Umschaltung zwischen den Sprachen selbst durchführen?
  • Ist die Umschaltung möglichst einfach und intuitiv?

3. Folgekosten

  • Wie lang ist die Lebensdauer von Batterie und Elektroden?
  • Wie teuer ist das Verbrauchsmaterial?
  • Welche Gesamtsumme (Anschaffung plus Verbrauchsmaterial) entsteht bei einer durchschnittlichen Lebensdauer des AED von 10 - 12 Jahren?

4. Selbsttests

  • Testet der AED sich täglich und dokumentiert jeden Test?
  • Werden nur die wichtigsten elektronischen Komponenten geprüft, oder erfolgt ein kompletter Check?
  • Wird nur ein kleiner Teil der Defibrillationsenergie geladen, oder die maximale Leistung?

5. IP-Schutzklasse

  • Wie gut ist der AED gegen Staub/Schmutz geschützt?
  • Wie gut ist der AED gegen Feuchtigkeit geschützt?
  • Wie gut ist der AED insgesamt gegen Fremdeinflüsse geschützt?

6. Statusanzeige

  • Verfügt der AED über eine Statusanzeige?
  • Informiert die Statusanzeige den Betreiber bei einem Fehler auch über dessen Ursache?
  • Wird der Status auch dann noch angezeigt, wenn die Batterie des AED fehlt oder leer ist?

7. Energiemenge

  • Kann der AED Energien bis 360 Joule verabreichen?
  • Beginnt der AED den ersten Schock mit einer moderaten Energiemenge?
  • Steigert der AED die Energie der Schocks eigenständig?

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