Was ist eigentlich ein AED?

Kennen Sie die Schlagzeilen in den Medien, wenn ein Verkehrsflugzeug abstürzt und es hunderte Tote zu beklagen gibt? Was wäre nun, wenn nicht manchmal, sondern sogar tagtäglich so viele Opfer zu beklagen wären? Klingt verdammt viel? Ja, ist es auch. Ein vollbesetztes Flugzeug entspricht ungefähr der Zahl an Menschen, die tagtäglich am plötzlichen Herztod versterben. Und das alleine in Deutschland. Diese Zahl möchten wir minimieren und durch die Verbreitung von AEDs ist dies auch möglich. In diesem Artikel möchten wir Ihnen näher bringen, warum ein AED so wichtig sein kann und was ein automatisierter externer Defibrillator denn genau macht.

Was ist eigentlich der plötzliche Herztod?

Als Plötzlichen Herztod bezeichnet man ein unerwartetes Herz-Kreislauf-Versagen, welches ohne Gegenmaßnahme zum Tod des Betroffenen führt.

Wer kann betroffen sein?

Grundsätzlich kann jeder Mensch, ob alt oder jung, gleichermaßen betroffen sein. Eine statistische Häufung findet sich mit zunehmendem Alter und bei kardialen Vorerkrankungen. Doch auch junge und bis dahin völlig gesunde Menschen können zu den Opfern gehören, leider auch bereits Kinder und Jugendliche.

Sind viele Menschen davon betroffen?

Alleine in Deutschland versterben jedes Jahr ca. 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Die Dunkelziffer liegt vermutlich noch deutlich darüber.

Was sind die Ursachen?

Das Herz des Menschen besteht aus vielen einzelnen Muskelzellen. Normalerweise arbeiten diese Muskelzellen gut koordiniert miteinander, und pumpen dadurch das Blut durch den menschlichen Körper. Beim Plötzlichen Herztod ist diese Koordination schwer gestört. Jede Herzmuskelzelle macht das, was sie will, aber keine macht das, was sie soll. Dadurch kann das Herz kein Blut mehr durch den Körper pumpen und es kommt zum Kreislaufstillstand. Ohne sofortige Gegenmaßnahmen endet dieser Zustand nach wenigen Minuten tödlich.

Wie kann man sich davor schützen?

Das Gemeine und Heimtückische am Plötzlichen Herztod ist, dass er völlig unvermittelt zuschlagen kann. Bei Menschen jeden Alters - mit oder ohne Vorerkrankungen, als auch bei völlig gesunden. Einen Schutz gegen den Plötzlichen Herztod als solchen gibt es leider nicht.

Kann man denn gar nichts tun?

Oh doch, das kann man in der Tat. Der Betroffene benötigt lebensrettende Sofort-Maßnahmen, um sein Überleben zu sichern. Er benötigt eine Herz-Lungen-Wiederbelebung, unterstützt durch einen Automatisierten Externen Defibrillator, einen sogenannten AED. Es ist als präventive Maßnahme von größter Bedeutung, dass möglichst viele Menschen in den Erste-Hilfe-Maßnahmen ausgebildet und trainiert werden. Zusätzlich sollte überall möglichst flächendeckend ein Automatisierter Externer Defibrillator, ein AED, zur Verfügung stehen.

Was macht denn einen AED so wichtig?

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. Notarztes notdürftig überbrücken, wenn sie gut ausgeführt wird. Allerdings kann sie das Kammerflimmern des Herzens nicht durchbrechen und somit die eigentlichen Ursachen nicht bekämpfen. Das Kammerflimmern selbst kann nur mit Hilfe eines starken elektrischen Impulses gestoppt werden. Dieser Impuls - die sog. Defibrillation - wird vom AED verabreicht.

Welche Symptome zeigt der Betroffene?

Der Betroffene verliert plötzlich das Bewusstsein und sackt leblos in sich zusammen. In aller Regel finden wir den Betroffenen in liegender Position auf dem Boden vor, ohne Atmung, ohne Puls. Auch auf Ansprache oder Schmerzreize zeigt sich keine Reaktion mehr.

Was ist zu tun?

Alleroberste Priorität hat ein schnellstmöglich abgesetzter Notruf. Unter der Rufnummer 112 werden Rettungsdienst und Notarzt alarmiert. Nennen Sie der Leitstelle die Einsatzstichworte 'Plötzlicher Herztod' und 'leblose Person'.

Was sollte danach geschehen?

Beginnen Sie unverzüglich mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, wie Sie sie z.B. bei einem Erste-Hilfe-Kurs oder einem Notfalltraining gelernt haben. Dazu gehört die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Hilfe einer Herzdruckmassage sowie eine Atemspende, sofern Sie sich diese zutrauen.

Was war mit dem AED?

Wenn ein AED zur Verfügung steht, sollte dieser dringendst genutzt werden. Nur die Kombination aus einer effizienten Herz-Lungen-Wiederbelebung und der Defibrillation mit einem AED kann die Überlebens-Chancen des Betroffenen deutlich steigern.

Ist der AED denn wirklich so wichtig?

Man hat in Studien drei verschiedene Szenarien untersucht, wie sich Ersthelfer bei einem Plötzlichen Herztod verhalten:

  • Setzen die Ersthelfer nur den Notruf ab und unternehmen ansonsten nichts, liegen die Überlebens-Chancen des Betroffenen bei ca. 2-5%.
  • Setzen die Ersthelfer den Notruf ab und beginnen sofort mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung, steigen die Chancen des Betroffenen auf ca. 10-20%
  • Verwenden die Ersthelfer zusätzlich noch schnellstmöglich einen AED, steigen die Chancen des Betroffenen auf 70-80%.

Entscheiden Sie nun bitte selbst, ob ein AED eventuell wichtig und sinnvoll sein könnte.

Zu unseren AEDs

Wann soll ein AED genutzt werden?

In der Versorgung des Betroffenen gibt es klare Prioritäten: 

  1. Notruf absetzen
  2. Herz-Lungen-Wiederbelebung
  3. Anwendung eines AED

Nur wenn die ersten beiden Punkte erfüllt sind, sollte ein AED zum Einsatz gebracht werden. Unterbrechen Sie jedoch keinesfalls die Maßnahmen, um selbst einen AED zu holen. Sind Sie alleine, konzentrieren Sie sich nur auf die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Lassen Sie sich den AED stets von einem Helfer oder einer anderen Person bringen, während Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchführen.

Wie ist so ein AED anzuwenden?

Die AEDs der HeartSave-Serie sind daraufhin konzipiert worden, dass ein Laie sie völlig intuitiv und ohne Vorkenntnisse benutzen kann. Bereits beim Öffnen der Abdeckung schalten die AEDs der HeartSave-Serie sich automatisch ein. Nach einem kurzen Selbsttest leiten die AEDs Sie mit kurzen und prägnanten Sprachanweisungen sicher durch die Bedienung des Gerätes und die komplette Herz-Lungen-Wiederbelebung hindurch. Dabei können die AEDs sich individuell an Ihre Arbeitsgeschwindigkeit anpassen. So werden relevante Sprachanweisungen mehrfach wiederholt, wenn Sie sie nicht direkt umsetzen. Auch wenn Sie einmal schneller arbeiten als die Anweisungen erfolgen, kann der AED einzelnen Ansagen überspringen, um bei der Versorgung des Patienten wertvolle Zeit zu sparen.

Kann ich irgendetwas falsch machen?

Nein, im Grunde nicht. Die AEDs der HeartSave-Serie sind selbsterklärend und sicher bei der Anwendung.

Was ist, wenn ich einen Schock auslöse, und der Betroffene diesen gar nicht benötigt?

Genau das kann gar nicht erst passieren. Bei den AEDs der HeartSave-Serie entscheidet einzig und allein der jeweilige AED über die Notwendigkeit eines Schocks. Nur wenn der AED bei der Analyse des Patienten-EKG die Notwendigkeit einer Defibrillation erkennt, wird die notwendige Energie geladen und bereitgestellt. Entscheidet der AED, dass keine Defibrillation erforderlich ist, wird keine Energie geladen und die Schocktaste auch nicht freigegeben. Der Ersthelfer kann - selbst wenn er wollte - dem Betroffenen mit dem AED keinen Schaden zufügen.

Wer darf einen AED benutzen?

Jeder. Da der Anwender mit einem AED absolut nichts falsch machen kann, darf er von jeder Person verwendet werden, die sich die Benutzung zutraut.

Gibt es schon viele AEDs?

Glücklicherweise ist seit vielen Jahren schon das Bewusstsein für den Plötzlichen Herztod enorm gewachsen. In Betrieben, Unternehmen, und in öffentlichen Bereichen wurden und werden mehr und mehr AEDs platziert, um Mitarbeitern und Besuchern ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Es gibt mehrere öffentlich zugängliche Plattformen, auf denen Sie die Standorte aller AEDs in Ihrer Nähe einsehen können.

Defibrillation - einfach erklärt. Unsere myPRIMEDIC Academy.

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Dann besuchen Sie einfach unsere eLearning-Plattform 'myPRIMEDIC Academy'. 

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